Brandschutzhelfer-Rechner
Maßgeblich sind die anwesenden Beschäftigten. Geben Sie die Gesamtzahl an und wie viel Prozent üblicherweise im Homeoffice oder unterwegs sind.
Richtwert nach ASR A2.2: mindestens 5 % der anwesenden Beschäftigten als Brandschutzhelfer (normale Brandgefährdung), mindestens eine Person. Da nicht alle gleichzeitig vor Ort sind, rechnen wir mit den Anwesenden. Bei erhöhter Brandgefährdung ist ein höherer Anteil festzulegen. Orientierung, keine Rechtsberatung.
So funktioniert die Berechnung
Grundlage ist die ASR A2.2. Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Zahl an Brandschutzhelfern zu benennen und ausbilden zu lassen. Als Richtwert nennt die Regel bei normaler Brandgefährdung 5 Prozent der Beschäftigten. Büro- und Verwaltungsbereiche fallen im Regelfall unter die normale Brandgefährdung.
Brandschutzhelfer = 5 % der gleichzeitig Anwesenden, aufgerundet
mindestens jedoch 1 Person
Maßgeblich sind die Anwesenden, nicht die Belegschaftsliste. Urlaub, Teilzeit, Außendienst und Homeoffice senken die Zahl der tatsächlich Verfügbaren, und genau die muss an jedem Arbeitstag reichen.
Zwei Beispiele
- Büro mit 15 Anwesenden: 5 Prozent sind 0,75, aufgerundet 1 Person. Der Mindestwert greift.
- Verwaltung mit 45 Anwesenden auf drei Etagen: 5 Prozent sind 2,25, aufgerundet 3 Personen. Praktisch sollte pro Etage jemand ausgebildet sein, hier also ebenfalls 3.
Was die Zahl nicht abdeckt
- Erhöhte Brandgefährdung. Dann kann ein höherer Anteil nötig sein. Die Einstufung erfolgt in der Gefährdungsbeurteilung.
- Die Ausbildung. Nach DGUV Information 205-023 gehören ein theoretischer Teil und praktische Löschübungen dazu, üblicherweise ein halber Tag. Eine Auffrischung in mehrjährigem Abstand ist empfohlen.
- Die Bekanntgabe. Die Brandschutzhelfer müssen den Beschäftigten bekannt sein, sonst weiß im Ernstfall niemand, wen er ruft.
Den Gesamtzusammenhang mit Feuerlöschern und Fluchtwegen erklärt Brandschutz im Büro.
Was die Ausbildung umfasst
Nach DGUV Information 205-023 besteht die Ausbildung aus zwei Teilen, üblicherweise an einem halben Tag: einem theoretischen Block zu Grundzügen des Brandschutzes, betrieblicher Brandschutzorganisation und Verhalten im Brandfall, und einem praktischen Teil mit Löschübungen an einem echten Brandherd.
Der praktische Teil ist der entscheidende. Wer noch nie einen Löscher ausgelöst hat, zögert im Ernstfall bei genau den Handgriffen, die zählen: Sicherung ziehen, Abstand halten, stoßweise löschen, den Brandherd treffen und nicht die Flamme.
Häufige Fragen
Sind 5 Prozent eine feste Vorgabe?
Wie oft muss die Ausbildung aufgefrischt werden?
Warum wird mit den Anwesenden gerechnet?
Wer darf Brandschutzhelfer werden?
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