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Baustellenbesuche, Plotter und CAD-Arbeit: zwei Arbeitswelten in einer Gefährdungsbeurteilung.
Mehr erfahrenSteuerkanzleien und Prüfungsgesellschaften arbeiten nach einem Kalender, den andere vorgeben: Abgabefristen der Finanzverwaltung, Bilanzstichtage der Mandanten, Termine der Lohnabrechnung. Für den Arbeitsschutz folgen daraus zwei Besonderheiten: Die Belastung verteilt sich ungleich über das Jahr, und ein Teil der Belegschaft arbeitet wochenweise in den Räumen von Mandanten.

Für diese Betriebsart stellt Safety Club die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit: ein Vertrag mit planbaren Jahreskosten, eine Fachkraft aus dem Netzwerk vor Ort, Betriebsarzt, Fahrt, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung im Preis und die prüfungssichere Dokumentation auf unserer Plattform, dem Kundenportal. Schauen Sie selbst in wenigen Klicks, was Sie innerhalb dieses Gesamtpakets zahlen, im Angebotsrechner.
Die Arbeit kommt in Wellen. Jahresabschlüsse und Abgabefristen sorgen jedes Jahr zur selben Zeit für Hochphasen. Weil diese Phasen vorhersehbar sind, lassen sie sich im Voraus gestalten. Deshalb gehören sie in die Gefährdungsbeurteilung.
Die äußeren Grenzen setzt das Arbeitszeitgesetz, auch bei Vertrauensarbeitszeit. Werktäglich sind acht Stunden zulässig, bis zu zehn nur, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG). Nach Arbeitsende muss eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden folgen (§ 5 ArbZG). Wer Urlaub, Vertretungen und den Ausgleich in ruhigeren Monaten schon vor der Hochphase plant, hält diese Grenzen ein, ohne mitten in der Abgabezeit umplanen zu müssen.
Prüfungsteams sitzen oft wochenlang beim Mandanten. Dort arbeiten zwei Arbeitgeber am selben Ort und müssen ihre Schutzmaßnahmen abstimmen (§ 8 ArbSchG). Vor Prüfungsbeginn sollte geklärt sein, welcher Raum zur Verfügung steht, wer im Haus Ersthelfer ist und wo der Fluchtweg verläuft. Für längere Einsätze gehören ein externer Bildschirm, Tastatur und Maus ins Gepäck, damit aus dem Besprechungstisch ein brauchbarer Arbeitsplatz wird.
| Merkmal | Steuer- und Prüfungskanzlei |
|---|---|
| Unfallversicherungsträger | VBG, Gefahrtarifstelle Beratung und Auskunft |
| Wirtschaftszweig | WZ 69.2 Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung |
| Betreuungsgruppe nach DGUV Vorschrift 2 | III: ab mehr als 20 Beschäftigten (Anlage 2) 0,5 Stunden Grundbetreuung pro Beschäftigtem und Jahr, gemeinsam für Fachkraft und Betriebsarzt, je Seite mindestens 20 Prozent. Dazu kommt die betriebsspezifische Betreuung |
| Ab dem ersten Beschäftigten | Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Erste-Hilfe-Organisation, Bestellung von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt |
| Bis 20 Beschäftigte | Anlage 1 der DGUV Vorschrift 2 ohne feste Einsatzzeiten |
| Mehr als 20 Beschäftigte | Arbeitsschutzausschuss, Sitzung je Kalendervierteljahr (§ 11 ASiG) |
| Bis 50 Beschäftigte | Unternehmermodell als Alternative zulässig. Mehr als 50: Regelbetreuung |
| Ab 50 Beschäftigten im Büro | Sicherheitsbeauftragte (§ 22 SGB VII, seit dem 29. Mai 2026) |
| Arbeitszeit in Hochphasen | Höchstens zehn Stunden werktäglich mit Ausgleich auf durchschnittlich acht, mindestens elf Stunden Ruhezeit (§§ 3 und 5 ArbZG) |
Steuerfachangestellte, angestellte Berufsträgerinnen und Berufsträger, Prüfungsassistentinnen und -assistenten sowie Auszubildende zählen mit. Partnerinnen und Partner, die nicht angestellt sind, zählen nicht. Teilzeitkräfte zählen für die Schwelle von 20 anteilig: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, bis 30 mit 0,75.
Arbeiten Beschäftigte zeitweise von zu Hause, gehört der häusliche Arbeitsplatz ebenfalls in die Beurteilung, je nach Vereinbarung als Telearbeitsplatz oder als mobile Arbeit. Was dort zu bewerten ist, steht in Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice und bei Telearbeit.
In der Kanzlei fallen Belegkartons auf Verkehrswegen, Ordner über Kopfhöhe und überlastete Steckdosenleisten auf. Der Teil, der bei Begehungen regelmäßig fehlt, ist die Prüfung vor Ort: Es gibt keine Beurteilung für die Arbeitsplätze beim Mandanten, obwohl Teams dort wochenlang sitzen, und keine Absprache, wie ein Unfall dort gemeldet wird.
Die Unterweisung braucht einen Abschnitt zur Arbeit beim Mandanten: Anmeldung, fremde Hausordnung, Einrichtung des improvisierten Arbeitsplatzes, Meldeweg bei einem Unfall. Dazu die Regeln für die Hochphasen, also Pausen, Erreichbarkeit und Vertretung, und der Umgang mit Belegkartons beim Heben und Transportieren.
Das Arbeitsschutzgesetz verlangt die Unterweisung bei der Einstellung und bei Veränderungen im Aufgabenbereich, jeweils vor Aufnahme der Tätigkeit (§ 12 ArbSchG). Neue Prüfungsassistenten brauchen den Abschnitt zur Arbeit beim Mandanten deshalb vor ihrem ersten Außeneinsatz.
Die VBG. Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfungen stehen in ihrem Gefahrtarif unter der Gefahrtarifstelle Beratung und Auskunft. Für die einzelne Kanzlei gilt, was in ihrem Mitgliedsbescheid steht.
Nein. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt werktäglich höchstens zehn Stunden, und auch das nur mit Ausgleich auf durchschnittlich acht Stunden innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen. Bei mehr als neun Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause vorgeschrieben (§ 4 ArbZG). Ausnahmen lässt das Gesetz nur in engen Grenzen zu.
Ihre Kanzlei. Der Prüfer ist über seinen Arbeitgeber versichert, auch wenn er in fremden Räumen arbeitet. Führt der Unfall zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit, ist er der eigenen Berufsgenossenschaft anzuzeigen (§ 193 SGB VII). Klären Sie vorher, wie das Team vor Ort Erste Hilfe erhält und wer in der Kanzlei Bescheid bekommt.

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Ihre Fachkraft kommt zur Begehung, erstellt die Gefährdungsbeurteilung und prüft: Was ist da, was fehlt?
Alle Nachweise liegen digital im Kundenportal: vollständig, aktuell, teilbar.
