
Architekturbüros
Baustellenbesuche, Plotter und CAD-Arbeit: zwei Arbeitswelten in einer Gefährdungsbeurteilung.
Mehr erfahrenWerbe- und Kreativagenturen sind Bürobetriebe mit wechselnder Besetzung aus Festangestellten, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Freelancern im Projekt. Dazu kommen Shootings und Messestände außerhalb des Hauses. Für den Arbeitsschutz heißt das vor allem, sauber zu klären, wer wann unterwiesen wird und wer bei den Schwellen mitzählt.

Für diese Betriebsart stellt Safety Club die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit: ein Vertrag mit planbaren Jahreskosten, eine Fachkraft aus dem Netzwerk vor Ort, Betriebsarzt, Fahrt, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung im Preis und die prüfungssichere Dokumentation auf unserer Plattform, dem Kundenportal. Schauen Sie selbst in wenigen Klicks, was Sie innerhalb dieses Gesamtpakets zahlen, im Angebotsrechner.
Agenturen stellen laufend ein, oft junge Leute und oft für kurze Zeit. Damit fällt die Unterweisung das ganze Jahr über an: Jede neue Person ist vor Aufnahme der Tätigkeit zu unterweisen, ganz gleich, wann die nächste Sammelunterweisung im Kalender steht.
Freie Mitarbeitende sitzen in Agenturen oft wochenlang mit am Tisch. Das Arbeitsschutzgesetz rechnet arbeitnehmerähnliche Personen zu den Beschäftigten (§ 2 Abs. 2 ArbSchG). Wer wirtschaftlich von der Agentur abhängt und ähnlich schutzbedürftig ist wie ein Arbeitnehmer, gehört also in Unterweisung und Notfallorganisation. Auch echte Selbstständige sollten vor ihrem ersten Arbeitstag im Haus wissen, wie sie es im Notfall verlassen und wer Erste Hilfe leistet.
Für Schülerpraktika mit Minderjährigen gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz: Bevor Jugendliche anfangen, sind die Gefährdungen ihrer Beschäftigung zu beurteilen (§ 28a JArbSchG). Pitchphasen mit Arbeit bis in die Nacht berühren das Arbeitszeitgesetz. Ohne abweichende tarifliche Regelung sind nach geltendem Recht mehr als zehn Stunden am Werktag auch vor einer Präsentation nicht zulässig, und nach Arbeitsende folgt eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden.
| Merkmal | Agentur |
|---|---|
| Unfallversicherungsträger | In der Regel die VBG, deren Satzung Werbeunternehmen sowie Designerinnen und Designer nennt. Für die einzelne Agentur zählt der Mitgliedsbescheid. |
| Wirtschaftszweig | WZ 73.1 Werbung; Designstudios WZ 74.1 |
| Betreuungsgruppe nach DGUV Vorschrift 2 | III für beide: 0,5 Stunden Grundbetreuung pro Beschäftigtem und Jahr, gemeinsam für Fachkraft und Betriebsarzt, je Seite mindestens 20 Prozent. Dazu kommt die betriebsspezifische Betreuung. |
| Ab dem ersten Beschäftigten | Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Erste-Hilfe-Organisation, Bestellung von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt |
| Bis 20 Beschäftigte | Anlage 1 der DGUV Vorschrift 2 ohne feste Einsatzzeiten |
| Mehr als 20 Beschäftigte | Arbeitsschutzausschuss, Sitzung je Kalendervierteljahr (§ 11 ASiG) |
| Bis 50 Beschäftigte | Unternehmermodell als Alternative zulässig. Mehr als 50: Regelbetreuung. |
| Ab 50 Beschäftigten im Büro | Sicherheitsbeauftragte (§ 22 SGB VII, seit dem 29. Mai 2026) |
Für die Schwelle von mehr als 20 zählen die Beschäftigten, unabhängig davon, wie viele Arbeitsplätze es bei Desk-Sharing gibt. Teilzeitkräfte zählen für die Schwelle von 20 anteilig: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, bis 30 mit 0,75. Eine Agentur, deren Kopfzahl zwischen 18 und 24 schwankt, sollte deshalb zuerst die Teilzeitkräfte anteilig umrechnen. Erst danach steht fest, ob ein Arbeitsschutzausschuss nötig ist.
Arbeiten bei Shootings oder Events Fotografinnen, Lichttechniker oder Messebauer anderer Firmen mit, müssen sich die Arbeitgeber abstimmen (§ 8 ArbSchG). Betriebe der Veranstaltungs- und Eventtechnik stehen im Gefahrtarif der BG ETEM. Ein solcher Dienstleister kann also bei einem anderen Träger versichert sein als die Agentur.
Typisch sind Großraumflächen mit hoher Belegungsdichte, wechselnden Sitzplätzen und viel Technik auf wenig Fläche. Beanstandet werden regelmäßig Kabel über Verkehrswegen, zugestellte Fluchtwege hinter Stellwänden oder Requisiten, und Bildschirmarbeitsplätze, die als Ausweichplatz gedacht waren und dauerhaft benutzt werden, ohne je eingerichtet worden zu sein.
Für die Unterweisung ist der Takt entscheidender als der Inhalt. Bei hoher Fluktuation läuft die jährliche Sammelveranstaltung ins Leere. Praktikabel ist ein kurzer, immer gleicher Einstiegsblock vor Arbeitsaufnahme plus die jährliche Kernunterweisung für alle. Bei Produktionen kommen Auf- und Abbau, elektrische Betriebsmittel und Leitern dazu.
Ist ein Bürohund erlaubt, gehört auch er in die Unterweisung: wo er sich aufhalten darf, was bei Allergien gilt und wie ein Unfall mit ihm gemeldet wird.
In aller Regel bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Die Satzung der VBG nennt Werbeunternehmen ausdrücklich, ebenso Designerinnen und Designer. Verbindlich für Ihre Agentur ist der Mitgliedsbescheid.
Für das Arbeitsschutzgesetz zählen arbeitnehmerähnliche Personen als Beschäftigte, also freie Mitarbeitende, die wirtschaftlich von der Agentur abhängen. Echte Selbstständige, die für viele Auftraggeber arbeiten, gehören in der Regel nicht dazu. Unabhängig davon sollte jede Person, die im Haus arbeitet, Fluchtwege und Ersthelfer kennen.
Nach dem geltenden Arbeitszeitgesetz werktäglich acht Stunden, verlängerbar auf zehn, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG). Nach Arbeitsende folgt eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden (§ 5 ArbZG). Das Arbeitszeitgesetz selbst verlangt Aufzeichnungen nur für die Zeit über acht Stunden. Das Bundesarbeitsgericht hat 2022 jedoch aus dem Arbeitsschutzgesetz die Pflicht abgeleitet, die gesamte Arbeitszeit zu erfassen.

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Mehr erfahrenEin einfacher Weg vom ersten Gespräch zur prüfungssicheren Dokumentation.
Wir klären, was Pflicht ist, was Sie nicht brauchen und was wir liefern. Klarheit ab Tag 1.
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Ihre Fachkraft kommt zur Begehung, erstellt die Gefährdungsbeurteilung und prüft: Was ist da, was fehlt?
Alle Nachweise liegen digital im Kundenportal: vollständig, aktuell, teilbar.
