
Architekturbüros
Baustellenbesuche, Plotter und CAD-Arbeit: zwei Arbeitswelten in einer Gefährdungsbeurteilung.
Mehr erfahrenIn einer Unternehmensberatung entsteht die meiste Arbeit außerhalb des eigenen Büros. Die Pflichten nach Arbeitsschutzgesetz, ASiG und DGUV Vorschrift 2 bleiben trotzdem beim Arbeitgeber. Die Gefährdungsbeurteilung muss deshalb auch Orte erfassen, die Ihnen nicht gehören.

Für diese Betriebsart stellt Safety Club die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit: ein Vertrag mit planbaren Jahreskosten, eine Fachkraft aus dem Netzwerk vor Ort, Betriebsarzt, Fahrt, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung im Preis und die prüfungssichere Dokumentation auf unserer Plattform, dem Kundenportal. Schauen Sie selbst in wenigen Klicks, was Sie innerhalb dieses Gesamtpakets zahlen, im Angebotsrechner.
Beraterinnen und Berater arbeiten selten lange am selben Platz. Ein großer Teil ihrer Arbeitszeit fällt beim Kunden, im Zug, im Hotel und im Homeoffice an, und keiner dieser Orte kommt bei einer Begehung des eigenen Büros vor.
Für die Arbeit beim Kunden regelt das Arbeitsschutzgesetz die Zusammenarbeit beider Arbeitgeber. Sind Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig, müssen sich die Arbeitgeber gegenseitig über Gefahren unterrichten und Schutzmaßnahmen abstimmen (§ 8 Abs. 1 ArbSchG). Der Kunde muss sich zudem vergewissern, dass Ihre Beraterinnen und Berater in seinem Betrieb angemessene Anweisungen erhalten haben (§ 8 Abs. 2 ArbSchG). Oft genügt dafür eine Seite in der Projektvereinbarung: Ansprechperson vor Ort, Notrufnummern, Fluchtwege, Hausordnung und Zutritt zu Produktion oder Labor nur nach Einweisung.
Bei Projekten im Ausland kommt eine Pflicht hinzu. Für Tätigkeiten in den Tropen und Subtropen und bei sonstigen Auslandsaufenthalten mit besonderen klimatischen Belastungen und Infektionsgefährdungen schreibt die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge Pflichtvorsorge vor (ArbMedVV, Anhang Teil 4). Der Arbeitgeber veranlasst sie vor Aufnahme der Tätigkeit, also vor der Abreise (§ 4 ArbMedVV).
| Aspekt | Unternehmensberatung |
|---|---|
| Unfallversicherungsträger | Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), Gefahrtarifstelle Beratung und Auskunft |
| Wirtschaftszweig | WZ 70.2 Public-Relations- und Unternehmensberatung |
| Betreuungsgruppe | III: ab mehr als 20 Beschäftigten 0,5 Stunden Grundbetreuung pro Beschäftigtem und Jahr, gemeinsam für Fachkraft und Betriebsarzt, je Seite mindestens 20 Prozent |
| Arbeit beim Kunden | Versicherungsschutz im gleichen Umfang wie im eigenen Betrieb (§ 8 Abs. 1 SGB VII), Abstimmung der Schutzmaßnahmen mit dem Kunden (§ 8 ArbSchG) |
| Einsätze in Tropen und Subtropen | Pflichtvorsorge vor Aufnahme der Tätigkeit (ArbMedVV) |
| Bis 20 Beschäftigte | Anlage 1 der DGUV Vorschrift 2 ohne feste Einsatzzeiten |
| Mehr als 20 Beschäftigte | Arbeitsschutzausschuss, Sitzung je Kalendervierteljahr (§ 11 ASiG) |
| Bis 50 Beschäftigte | Unternehmermodell als Alternative zulässig |
Für die Schwellen zählen alle angestellten Beraterinnen und Berater, Analystinnen und Analysten, die Assistenz und die Werkstudierenden. Freie Mitarbeitende im Projektteam zählen nicht mit, solange sie tatsächlich selbstständig arbeiten. Teilzeitkräfte zählen für die Schwelle von 20 anteilig: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, bis 30 Wochenstunden mit 0,75.
Für Kundeneinsätze genügt meist ein kurzer Bogen je Projekt, den die Projektleitung vor dem Start ausfüllt: Arbeitsplatz, Arbeitszeiten, Notfallorganisation, besondere Bereiche beim Kunden. Wie sich Projektspitzen und ständige Erreichbarkeit erfassen lassen, beschreibt Psychische Belastung in der Gefährdungsbeurteilung.
Das eigene Büro ist meist unauffällig und oft halb leer. Beanstandet werden Desk-Sharing-Plätze, die nie eingestellt werden, und Besprechungsräume, die dauerhaft als Arbeitsplatz dienen, ohne je als solcher beurteilt worden zu sein. Der größere Teil fehlt schlicht: Für die Arbeit beim Kunden, unterwegs und im Homeoffice gibt es in vielen Beratungen keine Beurteilung, obwohl dort der überwiegende Teil der Arbeitszeit anfällt.
Praktikabel ist eine Unterweisung, die dem Arbeitsweg folgt statt dem Raum: eigener Arbeitsplatz und Desk-Sharing, Arbeiten beim Kunden einschließlich Anmeldung und fremder Hausordnung, Reisen mit Bahn und Mietwagen, mobiles Arbeiten und Homeoffice. Dazu die Meldewege, denn ein Unfall unterwegs oder beim Kunden ist genauso zu melden wie einer im eigenen Büro.
Neue Beraterinnen und Berater fangen oft direkt im Projekt an. Die Erstunterweisung gehört dann vor den ersten Kundentag, auch wenn der Einführungstag im eigenen Büro erst Wochen später stattfindet.
Beratungen sind bei der VBG versichert. Unternehmens-, Organisations- und Personalberatungen stehen in ihrem Gefahrtarif unter Beratung und Auskunft. Welcher Träger für Ihr Unternehmen zuständig ist, steht verbindlich im Mitgliedsbescheid.
Sie bleiben Arbeitgeber und müssen den Einsatz beurteilen. Der Kunde ist zur Zusammenarbeit verpflichtet und muss sich vergewissern, dass Ihre Beschäftigten in seinem Betrieb angemessene Anweisungen erhalten haben (§ 8 ArbSchG). Einen dauerhaft ungeeigneten Platz, etwa im Durchgangsbereich oder ohne einstellbaren Stuhl, sprechen Sie deshalb beim Kunden an und halten die Lösung, wenn nötig, in der Projektvereinbarung fest.
Die Tätigkeit in Tropen und Subtropen löst arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge aus. Der Arbeitgeber veranlasst sie vor dem Einsatz. Durchführen dürfen sie neben Ärztinnen und Ärzten mit arbeitsmedizinischer Fachkunde auch solche mit der Zusatzbezeichnung Tropenmedizin. Ohne Teilnahme an der Pflichtvorsorge darf die Tätigkeit nicht aufgenommen werden (§ 4 Abs. 2 ArbMedVV).

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Alle Nachweise liegen digital im Kundenportal: vollständig, aktuell, teilbar.
