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Baustellenbesuche, Plotter und CAD-Arbeit: zwei Arbeitswelten in einer Gefährdungsbeurteilung.
Mehr erfahrenSoftwarehäuser und IT-Dienstleister arbeiten fast nur am Bildschirm, verteilt auf Büro, Wohnung und Kundenstandort. Die Pflichten aus Arbeitsschutzgesetz, ASiG und DGUV Vorschrift 2 sind dieselben wie in jedem anderen Bürobetrieb. Anders ist, wo gearbeitet wird: Ein großer Teil der Arbeit findet außerhalb der Räume statt, die eine Fachkraft bei der Begehung zu sehen bekommt.

Für diese Betriebsart stellt Safety Club die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit: ein Vertrag mit planbaren Jahreskosten, eine Fachkraft aus dem Netzwerk vor Ort, Betriebsarzt, Fahrt, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung im Preis und die prüfungssichere Dokumentation auf unserer Plattform, dem Kundenportal. Schauen Sie selbst in wenigen Klicks, was Sie innerhalb dieses Gesamtpakets zahlen, im Angebotsrechner.
Kaum eine Bürobranche arbeitet so viel von zu Hause wie Software und Tech. Die Gefährdungsbeurteilung muss deshalb dort ansetzen, wo die Arbeit geleistet wird. Für viele Beschäftigte ist das an den meisten Tagen der Schreibtisch in der eigenen Wohnung.
Rechtlich kommt es darauf an, wie das Arbeiten zu Hause vereinbart ist. Ein Telearbeitsplatz im Sinne der Arbeitsstättenverordnung entsteht erst, wenn der Arbeitgeber ihn im Privatbereich fest eingerichtet und mit den Beschäftigten Wochenarbeitszeit und Dauer festgelegt hat (§ 2 Abs. 7 ArbStättV). Die in IT-Firmen verbreitete Regelung, nach der jede und jeder frei zwischen Büro und Küchentisch wählt, ist mobile Arbeit. Für sie gilt die Arbeitsstättenverordnung nicht, das Arbeitsschutzgesetz dagegen vollständig. Wie die Beurteilung in beiden Fällen aussieht, beschreibt Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice und bei Telearbeit.
Seit 2021 sind Beschäftigte, die im eigenen Haushalt arbeiten, im gleichen Umfang gesetzlich unfallversichert wie auf dem Firmengelände. An Homeoffice-Tagen ist auch der Weg versichert, um Kinder zur Kita oder Tagespflege zu bringen und wieder abzuholen (§ 8 SGB VII).
| Merkmal | Software und Tech |
|---|---|
| Unfallversicherungsträger | In der Regel die VBG, deren Satzung Softwareberatung, -entwicklung und -erstellung, Rechenzentren und Internetdienstleistende nennt. Betriebe, die IT-Geräte herstellen oder Anlagen installieren, können bei der BG ETEM versichert sein. Maßgeblich ist der Mitgliedsbescheid. |
| Wirtschaftszweig | WZ 62 IT-Dienstleistungen, WZ 58.2 Verlegen von Software |
| Betreuungsgruppe nach DGUV Vorschrift 2 | III für beide: 0,5 Stunden Grundbetreuung pro Beschäftigtem und Jahr, gemeinsam für Fachkraft und Betriebsarzt, je Seite mindestens 20 Prozent. Dazu kommt die betriebsspezifische Betreuung. |
| Ab dem ersten Beschäftigten | Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Erste-Hilfe-Organisation, Bestellung von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt |
| Bis 20 Beschäftigte | Anlage 1 der DGUV Vorschrift 2 ohne feste Einsatzzeiten |
| Mehr als 20 Beschäftigte | Arbeitsschutzausschuss, Sitzung je Kalendervierteljahr (§ 11 ASiG) |
| Bis 50 Beschäftigte | Unternehmermodell als Alternative zulässig. Mehr als 50: Regelbetreuung. |
| Ab 50 Beschäftigten im Büro | Sicherheitsbeauftragte (§ 22 SGB VII, seit dem 29. Mai 2026) |
| Bildschirmarbeit | Angebotsvorsorge beim Betriebsarzt, einschließlich des Angebots einer Untersuchung der Augen und des Sehvermögens (ArbMedVV) |
Für die Schwellen zählen alle Beschäftigten, auch diejenigen, die ausschließlich im Homeoffice oder mobil arbeiten. Teilzeitkräfte zählen für die Schwelle von 20 anteilig: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, bis 30 mit 0,75. Werkstudierende, die im Semester höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten, gehen also mit 0,5 in die Rechnung ein.
Ergibt die Vorsorge, dass eine normale Brille für die Arbeit am Bildschirm nicht ausreicht, stellt der Arbeitgeber eine spezielle Sehhilfe zur Verfügung. Einzelheiten stehen in Bildschirmbrille: Wann der Arbeitgeber zahlt.
Im Büro selbst fällt meist wenig auf, die Arbeitsplätze sind neu und gut ausgestattet. Auffällig wird es an zwei anderen Stellen. Erstens im Serverraum: Kabelführung, Zugang, Brandlast und Alleinarbeit. Zweitens im Homeoffice, das bei der Begehung schlicht nicht vorkommt, obwohl dort ein erheblicher Teil der Arbeitszeit anfällt. Wer nur das Büro begeht, hat den größeren Teil der Bildschirmarbeit nicht erfasst.
Daraus folgt ein eigener Homeoffice-Block: ergonomische Einrichtung mit den Mitteln, die zu Hause vorhanden sind, Pausenregelung und der Meldeweg bei einem Unfall in der häuslichen Arbeitsumgebung. Bei Rufbereitschaft kommt die Abgrenzung von Arbeitszeit und Ruhezeit dazu. Für den Serverraum wird gesondert unterwiesen, wer ihn betritt.
Für verteilte Teams ist eine Online-Unterweisung zulässig, wenn Rückfragen möglich sind und das Verständnis geprüft wird. Näheres steht in Online-Unterweisung und Homeoffice. Den Teil zum Serverraum hält besser jemand vor Ort ab.
In der Regel bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Die Satzung der VBG nennt Softwareberatung, -entwicklung und -erstellung ausdrücklich, ebenso Rechenzentren und Internetdienstleistende. Wer IT-Geräte herstellt oder Anlagen installiert, kann bei der BG ETEM versichert sein. Den Ausschlag gibt der Mitgliedsbescheid Ihres Betriebs.
Nein. Die Wohnung darf sie nur mit Einverständnis der Beschäftigten betreten, und für die Beurteilung ist das in aller Regel auch nicht nötig. Üblich ist eine kurze Checkliste zu Tisch, Stuhl, Bildschirm, Licht und Kabeln, die die Beschäftigten selbst ausfüllen. Die Fachkraft wertet sie aus und fragt bei auffälligen Antworten nach.
Die Zahl richtet sich nach den anwesenden Versicherten (§ 26 DGUV Vorschrift 1): bei 2 bis 20 Anwesenden mindestens ein Ersthelfer, darüber in Verwaltungsbetrieben 5 Prozent. In hybriden Teams heißt das, die Ersthelfer so auf die Bürotage zu verteilen, dass an jedem Tag genug von ihnen im Haus sind. Der Ersthelfer-Rechner rechnet das für Ihre Zahlen aus.

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