
Architekturbüros
Baustellenbesuche, Plotter und CAD-Arbeit: zwei Arbeitswelten in einer Gefährdungsbeurteilung.
Mehr erfahrenBei einem Versicherer arbeiten Sachbearbeitung, Vertrieb und Schadenregulierung oft in getrennten Einheiten und an verschiedenen Orten. Für die Arbeitssicherheit bedeutet das eine Gefährdungsbeurteilung, die mindestens zwei sehr unterschiedliche Tätigkeitsbilder abdeckt. Der Außendienst braucht dabei so viel Aufmerksamkeit wie das Verwaltungsgebäude, obwohl er dort selten anzutreffen ist.

Für diese Betriebsart stellt Safety Club die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit: ein Vertrag mit planbaren Jahreskosten, eine Fachkraft aus dem Netzwerk vor Ort, Betriebsarzt, Fahrt, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung im Preis und die prüfungssichere Dokumentation auf unserer Plattform, dem Kundenportal. Schauen Sie selbst in wenigen Klicks, was Sie innerhalb dieses Gesamtpakets zahlen, im Angebotsrechner.
Im Verwaltungsgebäude geht es um Bildschirmarbeit wie in jedem größeren Büro. Der Außendienst verbringt seinen Arbeitstag dagegen im Auto, in fremden Wohnungen und in beschädigten Gebäuden, und dort gelten andere Schutzmaßnahmen.
Dienstwagen und Poolfahrzeuge sind Arbeitsmittel. Nach der DGUV Vorschrift 70 „Fahrzeuge“ sind sie bei Bedarf, mindestens aber einmal jährlich, von einer sachkundigen Person auf ihren betriebssicheren Zustand zu prüfen, und das Ergebnis ist schriftlich festzuhalten (§ 57). Stehen die Fahrzeuge des Außendienstes selten am Firmensitz, braucht diese Prüfung einen festen Termin im Jahreskalender. Nach den Hinweisen der VBG gilt die Prüfung bei Pkw auch als erbracht, wenn eine vom Hersteller vorgesehene Inspektion in einer autorisierten Fachwerkstatt die Arbeitssicherheit mit umfasst und ohne Mängel abgeschlossen wurde.
Bei Schadenbesichtigungen hängt die Gefährdung vom Schaden ab. Nach einem Wasserschaden kann Schimmel als biologische Gefährdung hinzukommen, nach einem Brand Staub aus Brandrückständen und eine möglicherweise beschädigte Statik. Vor jedem Termin hilft eine kurze Abfrage: Art des Schadens, Freigabe des Gebäudes, nötige Schutzausrüstung und Erreichbarkeit während der Besichtigung.
| Gegenstand | Versicherung |
|---|---|
| Unfallversicherungsträger | in der Regel die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), auch für Versicherungsvertretungen und Maklerbetriebe. Maßgeblich ist der Mitgliedsbescheid |
| Wirtschaftszweig | WZ 65.1 Versicherungen, für Vertretungen und Maklerbetriebe WZ 66.2 |
| Betreuungsgruppe nach DGUV Vorschrift 2 | III für beide Wirtschaftszweige: ab mehr als 20 Beschäftigten 0,5 Stunden Grundbetreuung pro Beschäftigtem und Jahr, gemeinsam für Fachkraft und Betriebsarzt, je Seite mindestens 20 Prozent |
| Ab dem ersten Beschäftigten | Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Erste-Hilfe-Organisation, Bestellung von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt |
| Dienstfahrzeuge im Außendienst | Prüfung durch eine sachkundige Person bei Bedarf, mindestens einmal jährlich (§ 57 DGUV Vorschrift 70) |
| Mehr als 20 Beschäftigte | Arbeitsschutzausschuss, Sitzung je Kalendervierteljahr (§ 11 ASiG) |
| Ab 50 Beschäftigten im Büro | Sicherheitsbeauftragte (§ 22 SGB VII, seit dem 29. Mai 2026) |
Angestellte im Außendienst zählen für alle Schwellen mit, auch wenn sie das Verwaltungsgebäude selten betreten. Selbstständige Vertreterinnen und Vertreter mit eigenem Unternehmen gehören nicht zu Ihren Beschäftigten. Teilzeitkräfte zählen für die Schwelle von 20 anteilig: bis 20 Wochenstunden mit 0,5, bis 30 Wochenstunden mit 0,75.
Für den Außendienst lohnt ein eigener Abschnitt in der Gefährdungsbeurteilung, gegliedert nach Fahren, Hausbesuch und Besichtigung, jeweils mit Maßnahmen und Verantwortlichen. Die Meldewege nach einem Unfall unterwegs beschreibt Arbeitsunfall im Büro: Meldung, Fristen und Dokumentation.
Im Innendienst zeigt sich das bekannte Bild: wiederkehrende Monitorhöhen, Blendung durch Fensterfronten, Angebotsvorsorge ohne Nachweis. Für den Außendienst fehlt regelmäßig alles: keine Beurteilung der Fahrtätigkeit, keine Regelung für Schadenbesichtigungen in beschädigten Gebäuden, keine persönliche Schutzausrüstung und keine Absprache zur Alleinarbeit bei Hausbesuchen.
Der Innendienst bekommt den Bildschirmteil mit Schwerpunkt auf eigenständiger Einstellung und Angebotsvorsorge. Der Außendienst bekommt einen eigenen Block: Verhalten in beschädigten Gebäuden, Schutzausrüstung, Abbruchkriterien bei erkennbarer Gefahr, Regeln für Fahrten und Pausen, Alleinarbeit bei Hausbesuchen und der Meldeweg bei einem Unfall unterwegs.
Der Außendienst kommt selten zu Präsenzterminen ins Haus. Ob sich sein Unterweisungsblock online abhalten lässt und was dabei dokumentiert werden muss, klärt Online-Unterweisung und Homeoffice.
In der Regel die VBG. Ihr Gefahrtarif führt Versicherungsunternehmen und Pensionskassen ebenso wie Versicherungsvertretungen und Versicherungsmakler. Verbindlich für Ihr Unternehmen ist, was im Mitgliedsbescheid steht.
Ja. Fahrten im Auftrag des Arbeitgebers, etwa vom Büro oder von einem Termin zum nächsten Schadenort, gehören zur versicherten Tätigkeit. Ein Unfall auf dem unmittelbaren Weg zwischen Wohnung und Arbeitsort ist ein Wegeunfall (§ 8 Abs. 2 SGB VII). Versichert sind beide über die gesetzliche Unfallversicherung.
Ja, wenn die Gefährdungsbeurteilung es ergibt, und der Arbeitgeber stellt sie. Nach Bränden und Wasserschäden kommen je nach Lage Sicherheitsschuhe, Schutzhelm und Atemschutz gegen Staub oder Schimmelsporen infrage. Welche Ausrüstung im Fahrzeug liegt, legen Sie einmal fest und erklären es in der Unterweisung.

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